Gedanken

Hier fließen meine Gedanken, Reflexionen und Fragen an die Welt.
Zwischen den Zeilen, in der Stille und in den Pausen des Alltags, offenbaren sich Einblicke in das, was mich bewegt.
Es sind die kleinen Momente – ein Blick, ein Wort, eine Bewegung –, die das Leben formen.
Es sind die großen Momente – Entscheidungen, Umbrüche, Verluste –, die uns wachsen lassen.
Hier lade ich dich ein, mitzudenken, zu fühlen und die Welt ein Stück durch meine Augen zu sehen.
Vielleicht findest du hier Fragen, die auch in dir aufsteigen, Gedanken, die dich begleiten, oder Spiegel deines eigenen Inneren.

Müde

Ich bin müde von Menschen, die reden, ohne etwas zu sagen.
Müde von müden Gesprächen, die sich anfühlen wie Warteschleifen.
Müde von Lächeln, die nichts bedeuten.
Müde von immer denselben Floskeln.

 

Ich will Leben.
Ich will eine Zigarette, einen Wein und ein Gespräch, das mehr will.
Ein Gespräch über den Verstand,

bis ich das Gefühl habe, den Verstand zu verlieren.

Ich will Gedanken, die wehtun.
Ich will Nähe, die Angst macht.
Ich will echte Emotionen.
Ich will echte Menschen.

 

Ich bin müde von Meinungslosigkeit.
Ich bin müde von einer Welt, die Tiefe nicht mehr kennt.
Müde von Menschen, die urteilen.
Müde von Schubladen, in die man Menschen stopft,
damit man sie nicht verstehen muss.

 

Ich bin müde davon, mich kleiner zu machen,
damit andere sich nicht unwohl fühlen.
Müde davon, stark zu wirken,
wenn ich eigentlich einfach nur gehalten werden will.

 

Ich bin müde von Orten, die voll sind, aber leer.
Müde von Aufmerksamkeit ohne Bedeutung.
Müde von Trends, die wichtiger sind als Wahrheiten.

 

Ich bin müde von dieser schnellen, lauten, kalten Welt.
Müde von Uhren.
Müde davon, mein Leben in Termine zu pressen.

Ich bin müde vom Wachliegen.
Müde vom Schlaf.
Müde vom Aushalten.
Müde vom Kämpfen.

 

Ich bin müde von allem, was mir nicht gut tut –
und noch müder davon, es immer wieder zu ertragen.

Ich vermisse Nächte, die sich endlos anfühlen.
Ich vermisse es, die Zeit zu vergessen.
Ich vermisse Träume.
Ich vermisse Hoffnung.
Ich vermisse ein Morgen, das sich nicht wie Wiederholung anfühlt.

 

Ich bin erschöpft vom Unechten.
Ausgelaugt vom Oberflächlichen.
Leer vom Funktionieren.

 

Ich will leben.
Nicht existieren.
Nicht durchhalten.
Nicht warten.

Leben.